Rechtsgutachten zur Überprüfung der Möglichkeit einer hochschulübergreifenden Datenbank

Bei der Nutzung einer Plagiatserkennungssoftware besteht die Möglichkeit, eine lokale Hochschuldatenbank anzulegen, in der alle durch die Hochschule eingespeisten Arbeiten gespeichert werden und zum zukünftig Abgleich mit anderen Arbeiten wiederverwendet werden können. So können auch Plagiate identifiziert werden, die innerhalb einer Hochschule entstehen. 

Durch die mit der fortschreitenden Digitalisierung einhergehenden Vernetzung wie z.B. über soziale Medien werden zunehmend auch Arbeiten, die an anderen Hochschulen entstehen, als potentielle Quellen verfügbar und die Entstehung von Plagiaten somit begünstigt. 

Ein Rechtsgutachten soll daher klären, ob es möglich ist, mehrere lokale Hochschuldatenbanken zu einer Konsortial-Datenbank zu fusionieren oder alternativ eine neue gemeinsame Datenbank für die Arbeiten der teilnehmenden Hochschulen aufzubauen. Dadurch wird es möglich, auch an anderen Hochschulen entstandene Arbeiten in die softwarebasierte Plagiat-Prüfung einzubeziehen. Sofern die Fusion mehrerer lokaler Hochschuldatenbanken bzw. der Aufbau einer neuen hochschulübergreifenden Datenbank rechtlich zulässig ist, sind zunächst die Voraussetzungen für die Umsetzung einer hochschulübergreifenden Datenbank geschaffen. Basierend auf den Ergebnissen des Rechtsgutachtens werden unter Koordination der FH Münster und der Hochschule Niederrhein Konzepte und Szenarien entwickelt, wie die Umsetzung in der Praxis erfolgen kann.